Am 1. Juli starteten wir aufgrund der Anfahrt nicht mehr ganz so zeitig gegen 10:00 in Seeberg zu unserer viertägigen Tour, die eigentlich nach Mautern führen sollte,
aber wegen des Wetters schlußendlich in Down Town Trofaiach enden sollte. Ziel an diesem Tag war das Schiestlhaus, welches wir nach 5:30 Gehtzeit erreichten.
Der Aufstieg zu den Aflenzer Staritzen war extrem schweißtreibend, dafür belohnte uns die Aussicht ins Seetal.

 

Bei den Staritzen dann die 1. Rast um die gefühlt verschwitzten 5l Wasser wieder nachzutanken.

 

Einmal auf der Höhe angekommen waren die Temperaturen erträglicher. Hier das obligatorische Fotos der Hochweichsel im 180° Pano.

 

In weiter ferne war auch schon der Hochschwab Gipfel in Sicht. Die damals recht imposante Schneewechte östlich des Gipfels war seit Anfang Juni
(unserem letzten Besuch hier) offensichtlich schon wesentlich zusammengeschrumpft.

 

Weiter gings vorbei am Hutkogel ins Ochsenreichkar.

 



Nach Ankunft und Labung im Schiestlhaus (die Küche dort ist wirklich der Hammer - wer erwartet auf dieser Höhe Apfel-Zimt-Muffins an zweierlei Soßen garniert mit Minze?),
gings dann am späten Nachmittag noch rauf auf den Gipfel.

 

Das obligatorische Hochschwab Gipfelfoto, der höchste Punkt unserer Tour.

 



Ein Blick Richtung Westen, unsere Route am folgenden Tag.

 

Den Sonnenuntergang genossen wir dann auf der Terasse des Schiestlhaus nach ausgiebigem Abendessen, wo wir von 4 Wallfahrerinnen auch gleich aufs heftigste deprimiert wurden.
Diese waren Anfang der Woche in Oberwölz mit Tagesetappen um die 10 bis 12h gestartet und wollten am kommenden Tag vom Schiestlhaus nach Mariazell ihr Finale feiern.


Die angesagten Wärmegewitter fielen allesamt in sich zusammen.

 

Nach den Strapazen den 13kg Rucksack (dies sind fast 20% meines Eigengewichtes) hier rauf zu schleppen dann die Belohnung - ein herrlicher Sonnenuntergang!

 

Am kommenden Tag war dann eine sehr gemütliche Tour vom Schiestlhaus zur Sonnschienhütte mit 4,5h Gehzeit und Stopp am Sackwiesensee geplant.
Ein Abstecher auf den Zinken war auch noch dabei mit Sicht auf den Bodenbauer im Tal. Der Parkplatz war trotz Traumwetters quasi leer.

 



Beim Abstieg zur Häuslalm gings dann vorbei an grotesken Feld/Gras/Latschen Kombinationen.

 

In brütender Hitze erreichten wir den Sackwiesensee, eine willkommene Abkühlung!

 

Eva im Paradies...

 

Auch den See hatte wir quasi für uns alleine, inklusive im Hintergrund sich bereits aufbauenden Gewittern, von denen wir allerdings schlußendlich verschont bleiben sollten.

 

Nach einer gemütlichen Tour wieder geniale Stimmungen beim Sonnenuntergang auf der Sonnschienalm.

 



Der 3. Tag führte uns von der Sonnschienhütte über den Neuwaldeggsattel und Präbichl auf den Eisenerzer Reichenstein bei einer Gehzeit von 7h.
Frühmorgens starteten wir mit herrlicher Sicht auf den Trenchtling.

 

Im Hintergrund sind schon der Neuwaldeggsattel und die Frauenmauer in Sicht.

 

Vorbei gings an sensationellen Blumenwiesen...

 

Rückblick beim Aufstieg am Dr. Kotek Steig.

 

Am Neuwaldeggsattel (im Bild die Frauenmauer) angelangt hieß es erstmal den körperlichen Wasserhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Noch 2h bis zur Mittagssonne - die Hitze war bereits jetzt enorm.

 

Blick vom Griesmauerplan Richtung Sonnstein.

 

Nach einer Stärkung am Präbchler Hof gings rauf zum Reichensteinhaus, ab Rösselhals dann geniale Blicke auf den Erzberg.

 

Blick zum Reichenstein, das Ziel unserer heutigen Etappe.

 

Die für heute angesagten Gewitter blieben aus und wir genossen die Rundumsicht und die sehr gute Bewirtung auf der Hütte!

 

Der Gipfel des Reichenstein, quasi nur einen Steinwurf entfernt..

 



Sehenswerte Wolkenstimmung Richtung Trofaiach.

 

Auch hier blühte so ziemlich alles was die Natur zu bieten hat.

 









Blick zurück zur Reichensteinhütte, der Tag neigte sich dem Ende zu.

 

Ein Paragleiter wartete stundenlang auf günstige Wetterbedingungen, welche ihm aber leider aufgrund des auffrischenden Windes verwehrt blieben.
Schlußendlich mußte er seine sieben Sachen wieder einpacken und trat den deprimierenden Fußweg ins Tal an.

 

Auch heute gabs wieder einen Sonnenuntergang vom Feinsten!

 







Als die Sonne bereits hinter dem Horizont verschwunden war präsentierten sich im Osten diese grenzgenialen Wolken!

 

Welches Tier das bloß sein mag?

 

So schön der dritte Tag zu Ende ging, so absolut unerwartet grausig begann der Nächste. Geplant war nach zeitigem Frühstück nach Mautern abzusteigen.
Ein Gedanke der durch Gewitter, Sturm und Regen ins Reich der Träume verbannt wurde.
Nach ausgiebigem stundenlangem "Brunch" auf der Hütte entschlossen wir uns dann schweren Herzens gegen 10:30 im Nebel über den Reichenhals nach Trofaiach abzusteigen.
Am Krumpenhals angekommen zeigte sich zeitweise sogar wieder die Sonne, hier ein Rückblick auf die tief hängenden Wolken.

 

Auf der Hirnalm angekommen fanden wir uns mitten in einem Almfest wieder, wo wir als Entschädigung für den Tag Nostalgie pur genießen durften und mit einem
restaurierten Uralt Postbus nach Trofaiach kutschiert wurden.